Anmeldung

Die Anmeldung zur Autismustherapie erfolgt ausschließlich über die Verwaltung:

Verwaltung:
Anschrift:
Odinstraße 17
53913 Swisttal-Odendorf

Öffnungszeiten:
Mo – Do 09.00 – 12.30 Uhr

Tel.: 02255 9458 933
Fax: 02255 9458 934

E-Mail: info@lebenmitautismus.de

Die dazu notwendigen Formulare finden Sie hier.

Praxis für Autismustherapie Bonn

Anschrift:
Kölnstr. 433
53117 Bonn

Frau A. Sichelschmidt bei ihrer Arbeit in den Therapieräumen in Bonn

Praxis für Autismustherapie Bad Neuenahr – Ahrweiler / Bachem

Anschrift:
Annastraße 4
53474 Bad Neuenahr – Ahrweiler/Bachem

Warum Autismus-Therapie?

Häufig wird in der Öffentlichkeit davon gesprochen, ein Mensch mit Autismus lebe in seiner eigenen Welt.

Zum Glück stimmt das nicht so ganz, denn alle Menschen auf dieser Erde leben in derselben Welt. Unterschiede bestehen jedoch in den Wahrnehmungen, die die Menschen haben. Und in diesem Punkt sind Autisten und Nicht-Autisten eben nicht gleich. Die autistische Sichtweise nachvollziehen zu können und ihr gerecht zu werden, ist nicht immer leicht und kann für alle Beteiligten häufig in Missverständnissen und Schwierigkeiten münden.

Um Menschen mit Autismus mit Verständnis zu begegnen und sie in ihren Fähigkeiten zu stärken und zu fördern, wurden spezielle Methoden entwickelt, die wir in der Autismus-Therapie einsetzen. Ziel dabei ist die Weiterentwicklung im sozialen, kommunikativen und sprachlichen Bereich sowie der Abbau von Stereotypien und negativen Verhaltensweisen. Im Folgenden möchten wir kurz einige dieser Methoden vorstellen:

  • TEACCH (Treatment and Education of Autistic an related Communication handicapped Children)
    Nicht sichtbare, aber für den Alltag sehr wichtige Strukturen und Bedeutungszusammenhänge werden durch Farben, Bilder, Piktogramme, Zeichen, Ablaufpläne, Signale, uvm., verdeutlicht, um Vorhersehbarkeit und Sicherheit im Alltag aufzubauen.
  • PECS (Picture Exchange Communication System) / Unterstützte Kommunikation
    Es wird versucht, insbesondere bei nicht oder wenig sprechenden Menschen, ein alternatives Kommunikationssystem aufzubauen. Ziel ist es, dass die Kommunikation irgendwann selbständig initiiert werden kann.
  • Verhaltenstherapeutisch orientierte Lernprogramme
    Erkenntnisse aus der Verhaltenstherapie werden sich zunutze gemacht, um positive Verhaltensweisen zu fördern und zu festigen und gleichzeitig problematisches Verhalten zu verringern, um so eine Grundlage für weiteres Lernen und für Entwicklung zu schaffen.
  • Sozialtraining
    Themen, die die soziale Interaktion mit Mitmenschen betreffen, werden theoretisch erarbeitet, in Rollenspielen trainiert sowie in kleinen Gruppenkonstellationen mit Gleichaltrigen eingeübt.
  • Wahrnehmungsförderung
    Wahrnehmungsprozesse werden in ihrer Entwicklung angeregt und aufgebaut, um eine stabile Grundlage für die Entwicklung von Sprache, Emotionen, Denkprozessen und motorischen Fähigkeiten zu schaffen.
  • Spieltherapie
    Die Unterschiede zwischen Realität und Phantasie, zwischen Konkretem und Abstraktem, zwischen dem Ich und dem Du werden im Spiel verdeutlicht und erfahrbar gemacht. Die Fähigkeit zum Spielen stellt eine wichtige Komponente psychischer Gesundheit dar und gilt grundlegend gefördert zu werden.
  • Training lebenspraktischer Tätigkeiten
    Mehr Selbständigkeit im Leben bedeutet auch mehr Selbstbewusstsein, mehr Freude und Lebenslust. Einzelne lebenspraktische Handlungen (bspw. Ankleiden, Essenszubereitung, Umgang mit Geld, etc.) werden in kleine Schritte eingeteilt und in Trainingssituationen eingeübt.

Neben der Einzelförderung legen wir sehr viel Wert auf die Zusammenarbeit mit dem Umfeld des autistischen Menschen. Es werden regelmäßig stattfindende Elterngespräche geführt und der Kontakt zu Lehrern, Therapeuten, Freizeitbegleitern, Ärzten und weiteren wichtigen Personen aus dem Umfeld aufgebaut, um entwicklungsfördernde Bedingungen in allen Lebensbereichen schaffen zu können. Wir bauen dabei auf die Mithilfe und Solidarität aller, die dazu beitragen können, die Wahrnehmung und die Kommunikation für den autistischen Menschen zu verändern und zu erleichtern. Mit unserem Angebot versuchen wir, individuell auf den einzelnen Menschen mit seiner Persönlichkeit, seinen Interessen und seiner Lebenswelt einzugehen und gemeinsam mit viel Freude und Respekt, Chancen zu nutzen und Ziele zu erreichen.

Wo findet die Therapie statt?

Die Therapien finden entweder in unseren Räumlichkeiten in Rheinbach und Bonn statt oder werden je nach Bedarf nach Hause, in die Schule oder an den Arbeitsplatz verlagert.

Die Therapieräumen in Bonn

Wie bekomme ich einen Therapieplatz?

Zu aller erst bitten wir Sie, mit unserer Verwaltung telefonisch Kontakt aufzunehmen. Sie erhalten dann von uns Hilfestellung bei der Beantragung der Kostenübernahme beim Jugend- oder Sozialamt. Für die Kostenübernahme ist eine Autismus-Diagnose aus dem autistischen Spektrum Voraussetzung. Nach der Bewilligung der Kostenübernahme durch den zuständigen Kostenträger nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf und vergeben sobald wie möglich einen Therapieplatz.

  • Diagnose
  • Telefonkontakt mit uns
  • Antrag auf Kostenübernahme beim Kostenträger
  • Bewilligung
  • Therapie

Warum die Autismus-Diagnose?

Diese Eingrenzung in eine Gruppe sollte dazu dienen, Ähnlichkeiten innerhalb dieser Gruppe und Unterschiede zu anderen Gruppen schnell zu erkennen. Dadurch wird es einfacher, jeden Einzelnen besser zu verstehen und ihm durch Verständnis besser helfen zu können. Leider wird die Diagnosestellung in der Gesellschaft häufig zum Stigma und führt zu Ausgrenzung, verfehlt damit also das Ziel, mehr Verständnis für Menschen mit Autismus zu erhalten. Durch Aufklärung über diese Diagnose versuchen wir, diesem Phänomen entgegenzuwirken und erhoffen uns so ein wachsendes Miteinander.

Leitung: Angela Sichelschmidt
Autismustherapeutin,
Erziehungswissenschaftlerin (MA)
Tel.: 01741801393